Futterkörbe in der Brandung
Datum: Donnerstag 10 September 2009 09:00:00
Thema: Brandungsangeln


Gehört und gelesen hatte ich schon des öfteren, als mir pünktlich zur Frühjahrssaison passende Futterkörbe in die Hände fielen.

So wollte ich sie auch ausprobieren. Da es mir „nur“ zum Probieren zu umständlich war, Tinkturen mit geheimen Ingridenzien herzustellen, griff ich auf fertige zurück.

Am besten eigneten sich kleingehackte Muscheln und Schrimps aus der Zoofachabteilung eines Baumarktes, das dort als Aquariumfutter angeboten wird ...


... Es ist eingefroren, in Würfelform, so dass jeweils 4 Würfel in den Futterkorb kamen. Sehr gut eignen sich auch nicht mehr so frische Wattwürmer, die man nochmal schön „anditscht“ und den Korb belädt. Bei beiden Varianten spült die Strömung das Futter nach und nach aus dem Korb.



Fischstücke oder Ähnliches müsste man wohl am besten pürieren. Nur kleingeschnitten muss man sie auch wieder aus dem Futterkorb puhlen. Wenn man zusätzlich flüssige Lockstoffe verwendet verabschieden sich diese schon beim Wurf und man hat einen Teil der Brühe im Kragen – fand ich jetzt nicht so prickelnd. Die Muscheln und Schrimps im halbgefrorenen Zustand lassen sich sehr gut in den Korb drücken, noch etwas mit Sand paniert und die Ladung kommt unbeschadet im Wasser an.



Der von mir verwendete Futterkorb hatte ein Bleigewicht von 150 gr + Zuladung. Normalerweise sind noch Krallen am Korb, die ich aber entfernt habe, schon damit man besser ziehen und zupfen konnte. Befüllen lässt er sich nur nachdem man ihn ausgehangen hat, fand ich aber nicht so das Problem, da ich eh immer ein paar Vorfächer am Dreibein zu hängen habe. Als Vorfächer verwendete ich Cascade-Doppelhaken, Einzelhakennachläufer und Einzelhakenliftvorfächer - halt die, die ich auch sonst am liebsten verwende.



Die Flugeigenschaften waren besser als erwartet, immerhin ich fing Fische. Ich fischte mit zwei Ruten – eine mit Futterkorb und eine ohne. Fische fing ich auf beide Ruten. Eine Gesetzmäßigkeit konnte ich nicht feststellen, ob im Verhältnis mehr oder weniger. Und da die Dorsche im Frühjahr eh rar waren (zumindest Maßige), beschränkte es sich auf Butts. Auf die Rute mit Futterkorb waren es immer die etwas Größeren, dieses mag aber auch Zufall gewesen sein. Die Art des Vorfaches schien nicht so entscheidend zu sein, denn gefangen habe ich auf alle.



Leider hat man keinen Vergleich wie man am selben Abend gefangen hätte, wenn man keinen Futterkorb verwendet hätte. Aber ich denke, wenn es darum geht mehr Geruch ins Wasser zubringen, ist der Futterkorb auf jeden Fall erste Wahl und man kann so eine schöne Duftwolke an seinem Angelplatz verbreiten ohne die Haken mit Würmern zu überladen. Das verringert ja manchmal die Fehlbissquote.



Die verwendeten Futterkörbe habe ich im Brandungsangelshop.de gefunden. Die Körbe sind auch recht robust, denn trotz mehrerer Abende in der Brandung konnte ich keinen Verschleiß feststellen. Auch kann man sie so wie sie aus dem Laden kommen, nachdem man optional die Krallen entfernt hat, einsetzen ohne jetzt nochmal mit dem Akkuschrauber oder sonstigem Werkzeug was zu verändern. Mich würde interessieren, wer von Euch schon mal Versuche mit dem Futterkorb etc. unternommen hat und vor allem mit welchem Erfolg.

Gruß
Helge









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