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Am ersten Mai 2007 sollte es uns, zum Auftakt unserer Fliegenfischersaison, an die Bode unterhalb der Talsperre Wendefurth verschlagen. Da der April mit wenig Regen einherging, rechneten wir durch den kontrollierten Abfluss mit ausreichend Wasser. Auch hatte uns die Steigfreudigkeit der Forellen im letzten Jahr überzeugt. |
So trafen Hanfriedo und ich uns gegen Sieben in der Frühe, um uns auf den Weg in den Harz zu machen. Auf unserer kurzweiligen Fahrt wurde über alle möglichen Eventualitäten rings ums Fliegenfischen debattiert. Welche Fliege würde heute bevorzugt werden, mit welcher Vorfachlänge sollte gefischt werden, ebenso die Vorfachstärke könnte eine Rolle spielen. Ich hatte letztes Jahr die Erfahrung gemacht, dass im Sommer über einer 0,12 mm Spitze nichts ging, also die Fische das Vorfach scheuten. Hanfriedo wollte auch seine selbst aufgebaute Sagerute nun endlich mal testen. (Was macht ein Fliegenfischer nicht alles im Winter, wenn Schonzeit ist!) Da ich im Winterhalbjahr mich einer anderen Angelmethode gewidmet habe (da gibt es eine Angelart die nennt sich Brandungsangeln....) konnte ich nur mit meiner ¾ Redingtonrute dagegen halten. Angekommen in Treseburg war unser erster Blick von der Brücke am Hotel Forelle auf die malerische Bode. Leider konnten wir keinen Fisch entdecken. Macht nichts, der Wasserstand war ausreichend, die Sonne schien, Insekten waren auch in der Luft, da muss was gehen.

Schnell im Hotel eine Tageskarte gezogen und ab gings nach Altenbrack zur Fischzucht, wo wir in die Bode einsteigen wollten. Angekommen auf dem Parkplatz waren schon einige Angler vor Ort, das störte uns nicht, da sie im angrenzenden Fischteich ihre Forellen fingen, wir hatten die gesamte Bode alleine. Schnell unsere Ruten aufgebaut, in die Wathosen gestiegen, letzter Blick in die Weste, ob auch genügend Fliegenmuster dabei waren, konnte es losgehen. Wir trennten uns, Hanfriedo ging stromauf ich wollte es Strom ab versuchen. Ein paar vereinzelte Ringe auf dem Wasser konnte ich ausmachen. Also einige Muster von Fliegen, die so den herum schwirrenden Insekten nahe kamen an die Weste geheftet und eine kleine Maifliege ans Vorfach gebunden erster Wurf! Ich merkte das ich noch nicht so geschmeidig mit dem Werfen zurecht kam. Nächster Wurf und meine Fliege verfing sich im Baum, nicht mehr zu retten. Also alles wieder neu montiert und weiter. Es sollte mich so 10 Fliegen kosten, die jetzt die Zweige der Bäume vor Ort zieren, ehe die Fliege das erste Mal genommen wurde. Unter Maß aber wunderschön diese Bachforelle. Unzählige Male blieb ich irgendwo hängen, was im Laufe des Tages besser wurde, nachdem ich mich nun doch eingeworfen hatte. Bis zum Mittag konnte ich zwei Fische überzeugen, zu mir an Land zu kommen. Einige Fehlbisse hatte ich ebenso, wie sie anstiegen und wieder abdrehten. Mir knurrte der Magen, so dass ich zurück zum Auto ging. Hanfriedo kam ebenfalls, er hatte wenigstens drei unter Maß überzeugen können, auch er sagte das es nicht so einfach lief.

Wir setzten um in Richtung Talsperre und genehmigten uns erst mal eine Mittagspause. Hier floss die Bode, da es ein Wehr gab, bedeutend langsamer und auch war die Steigfreudigkeit höher. Nach unserer Stärkung befischten wir intensiv den Wehrauslauf und konnten zwei schöne gefärbte Bachforellen landen, ich eine auf Nymphe, Hanfriedo auf Trockenfliege. Danach wechselten wir oberhalb des Wehres und stiegen vorsichtig ins Wasser ein, da hier mehr Steigaktivität vorhanden war. Direkt am Ufer unter den Erlen stieg ununterbrochen ein großer Fisch, zu sehen an den Ringen wie er die Fliegen nahm. Ich hatte kein Glück, besser gesagt nicht die richtige Fliege. Hanfriedo wechselte mich ab und konnte nach mehrmaligen Anwerfen der Stelle die Forelle haken. Da wir beide mit einer 4er Rute fischten, bog sich seine Rute mächtig durch, also doch etwas Großes. Der Fisch kam nicht an die Wasseroberfläche, sondern kreuzte stetig am Flussgrund hin und her. Endlich kam er zu uns und ich konnte eine schöne Bachforelle für Hanfriedo mit 40 cm keschern.

Petri Heil! In einen tieferen Gumpen sah ich am Grund durch den Sonneneinfall eine über 40 cm Forelle hin und her schwimmen, nun schnell auf Nymphe umgestiegen, aber sie ignorierte alle meine Versuche. Also weiter an einer anderen Stelle. Hier konnte ich noch mehrere kleinere Exemplare überlisten, Hanni bekam ebenfalls noch eine schöne Salmo Trutta Fario mit 30 cm an den Haken. Zufrieden beendeten wir unser Fischen und genehmigten uns in Altenbrack im Wirtshaus ein gutes Essen und zwei leckere Hasseröder Pilse. Wie das perlte!!!! Danach ging es auf den Weg nach Hause, ein rund um gelungener Tag!
Redington04

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